Drohnenradar – das Pendant zum Flugradar

Mit dem klassischen Flugradar, wie von Flightradar24 lassen sich nur Flugzeuge visualisieren und keine Drohnen. Allgemein können keinerlei unbemannte Luftfahrtzeuge dargestellt werden.  Die Lösung für das Problem ist eine elektronische Auswertung der Daten.

Warum findet man keine Drohnen auf dem Radar?

Drohnen funktionieren anders als Flugzeuge und sind deshalb auch nicht mit einem normalen Flugradar zu finden. Der Unterschied ist, dass eine Drohne von jedem ohne Ausbildung oder gar einem Flugschein gesteuert werden kann. Jedoch sollte eine Drohne nicht einfach ohne Bedacht gesteuert werden. Der Luftraum von gut 50 bis 400 Metern muss sich mit anderen Luftsportgeräten und Helikoptern geteilt werden. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Außerdem gibt es einen gesetzlichen Rahmen für den Gebrauch von Drohnen.

Da Drohnen für Piloten bemannter Flugzeuge nicht sichtbar sind, der Drohnen Pilot den Luftraum um das Flugobjekt herum nicht richtig einsehen kann, birkt die gemeinsame Nutzung des Luftraums eine erhöhte Gefahr. Da das Radar gradlinige Wellen ausstrahlt und diese am Grund beispielsweise ein Auto erreichen, könnte dieses als Flugzeug oder Helikopter wahrgenommen werden. Deshalb wird das Flugradar erst ab einer Flughöhe von über einem Kilomter eingesetzt. Es dient der Unterstützung des Sichtfluges.

Drohnenflüge werden unterhalb dieser Grenze durchgeführt, deshalb kann das Radar die unbemannten Flugobjekte gar nicht wahrnehmen. Ein anderes System ist notwendig, um Drohnen und andere Flugobjekte unter der 1000 Meter Grenze zu erkennen und sichtbar zu machen.



[embedyt]https://www.youtube.com/watch?v=M07iyrrKamc[/embedyt]

 

Ein Sender, der alles verändert

Die Firma COPTERview arbeitet an einem System, um auch die Drohnen auf einem Radar darstellen zu können – das Ganze soll mit Hilfe eines kleinen Senders erfolgen. Dabei geht es um eine sichere und flächendeckende Erkennung und Identifizierung von Drohnen. So wäre kein Flug mehr “anonym”. Bei schlechtem Verhalten kann die Drohne direkt dem Halter zugeordnet werden.

Anders als beim Flugradar, wo mit Hilfe von ADS-B gearbeitet wird, funktioniert das Drohnen Radar mit Hilfe des Mobilfunknetzes. Das Mobilfunknetz greift auf feste Empfangstürme zurück. Durch die Richtung der Signale und der Feldstärke kann so die jeweilige Position der Drohne bestimmt werden. Die Genauigkeit des Standorts kann bis auf 30 Meter genau bestimmt werden.

Ohne ein solches Drohen Radar kann es gerade in Gebieten, die von mehreren Drohnen Besitzern beflogen werden zu Unfällen kommen. Das Radar des Systems bildet Felder im Luftraum, die dann als blockiert markiert werden. So können Unfälle vermieden werden. Drohnen die für das Gebiet keine Flugerlaubnis haben können durch das System gestoppt werden. In der Luft befinden sich dann nur Drohnen, die mit einander kommunizieren und sich deshalb gegenseitig ausweichen.



Kennzeichnung und Visualisierung von Drohnen

Um ein vollständiges Radar, ähnlich wie bei Flightradar24 zu erstellen müssten immer mehr Drohnen mit einem solchen Sender ausgestattet werden. Ohne diesen Sender ist es nicht möglich, die Drohnen im Luftraum sichtbar zu machen. Ähnlich wie beim Flugradar werden jedoch keine persönliche Daten übertragen – hier wird also der Datenschutz beachtet.

Gefährliche Drohnen und Angriffe abwähren

Drohnen sollten ein spaßiger Zeitvertreib sein oder Fotografen beim erstellen toller Bilder helfen. Jedoch könnten sie auch für terroristische Zwecke missbraucht werden. Gerade geschützte Bereiche wie die EZB in Frankfurt oder der Reichstag in Berlin sind Zonen, in denen ein unerlaubtes Eindringen von Drohnen verhindert werden muss. Deshalb gibt es bereits einige Konzepte zur Drohnenabwehr.

  1. In den Niederlanden wurden bereits Adler darauf trainiert Drohnen vom Himmel zu holen
  2. Eine größere Drohne fängt die kleiner, hier gilt das Gesetz des Stärkeren
  3. Die Drohne mit einem Fangnetz abfangen, mit einer Art Kanone wird das Netz über die Drohne geschossen
  4. GPS der Drohne stören – mit einer Überlagerung des GPS-Signals wird die Navigation der Drohne gestört, bis sie anschließend abstürzt
  5. Multisignal Erkennung – elektrische, visuelle und akkustische Signale werden überalgert

All diese Maßnahmen haben die Absicht die Drohne zu Boden zu bringen oder am Weiterflug zu stören. Form- und systembedingte Eigenschaften der Drohne werden verändert bzw. gestört. Desweiteren gibt es Erkennungssysteme die keine Maßnahmen gegenüber der Drohne einleiten, sondern diese nur verorten.

Durch eine einheitliche Registrierung soll es Drohnen unmöglich werden, unerkannt in sensible Gebiete vorzudringen. Durch Geofencing Daten wird eine Art elektronisches Sperrgebiet erzeigt, so wird das Eindringen in sensible Gebiete verboten. Dies geschieht jedoch sehr zum Ärger der Drohnenbesitzer, da die Drohne nicht startet, sollte sie sich in der Nähe eines solchen Gebietes aufhalten.




[embedyt]https://www.youtube.com/watch?v=JAkBOxh2tk4[/embedyt]

This site requires cookies in order to work properly. Find out more

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen